DER HÖRT DOCH SONST NICHT!

Weil ich mir das bei guten LehrerInnen so vorstelle, versuche ich, mit meinen Schülern und Schülerinnen ruhig zu reden, zu begründen etc. Manchmal funktioniert das, manchmal … braucht es einige Übung, bis es klappt. Das betrifft bestimmte Schüler: Sie verstehen erst einmal nicht, dass meine freundliche Aufforderung tatsächlich ernst gemeint ist. Dass sie wirklich nicht mit dem Stift werfen sollen, wenn ich das sage. Wenn sie dann eine Zeit lang erlebt habe, dass ich trotz Freundlichkeit auf das Durchführen der Aufgabe, das Sein-Lassen von Was-Auch-Immer bestehe, verstehen  sie langsam, wie der Hase läuft. Es sind ja liebe Kinder und man kann wirklich mit ihnen auskommen.

Und dann kommt mein erster Kontakt zu den Eltern:  Da wird beschimpft, weil der Sohn nicht zu uns gekommen ist (obwohl das bei einem Grundschüler eigentlich in der Verantwortung der Mutter liegt). Da wird mit Schlägen gedroht, wenn ein Kind unter den Tisch krabbelt. Da werden nur brüllend Anweisungen gegeben, weil „der ja sonst nicht hört“.

Und ich wundere mich tatsächlich immer noch, warum die Kinder mich anfangs nicht ernst nehmen, wenn ich in normaler Lautstärke mit ihnen rede …

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Eingeordnet unter Alltag, Grenzwertig

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