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Das Bild von Hochbegabten

Vitus, Malcolm mittendrin, Das Wunderkind Tate – wer kennt nicht wenigstens einen dieser Filme und damit eines dieser Genies. Nebenbei: Sehenswert sind sie natürlich alle, sie brillieren durch überragende junge Hauptdarsteller und ihre philanthropische Inszenierung.

So unreflektiert möchte ich die Filme denn aber doch nicht lassen. In ihnen geht es um Menschen, die als hochbegabt und darum als Genies, Wunderkinder, Savants etc. gelten. Und das Bild, das dabei vom Hochbegabten gezeichnet wird, ist höchst unvollständig und verstellt den Blick auf die „ganz normalen Hochbegabten“, wie Andrea Brackmann (s. u.) sie tituliert hat.

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Hochbegabte Mädchen

Vor kurzem las ich ein interessantes Interview von Frauenzimmer mit der Dipl-Psych. Petra Nagel über hochbegabte Mädchen. Die auf Hochbegabung spezialisierte Psychologin hebt insbesondere hervor, dass die besondere Begabung vieler Mädchen häufig nicht auffällt und seltener als bei Jungen diagnostiziert wird, weil Mädchen dazu neigen, sich anzupassen und nicht auffallen zu wollen. Durch ständige Unterforderung und das „Verstecken“ dieses Teils der Identität entwickelten Mädchen dadurch häufig psychosomatische Störungen, Depressionen, etc. Was selbstredend nicht heißen soll, dass nicht auch hochbegabte Jungen mit Problemen zu kämpfen haben.

Zu diesem Thema habe ich vor kurzem das Buch der Autorin Katharina Fietze gelesen, die speziell über hochbegabte Mädchen und über (zu) spät erkannte hochbegabte Frauen schreibt. Sie schildert Persönlichkeiten und (mögliche) Probleme speziell von weiblichen Hochbegabten. Zudem erstellt sie anhand von Frauen-Porträts ein Sammelsurium von Merkmalen der Hochbegabung. Damit zeichnet sie ein umfassendes Bild davon, was hochbegabte Frauen und Mädchen ausmacht, wie diese sich fühlen und die Welt wahrnehmen.

Frauen und Mädchen, die sich – jenseits des IQ-Wertes und den rein kognitiven Merkmalen – konstruktiv mit ihrer Hochbegabung auseinandersetzen wollen, kann ich diese Zusammenstellung von Merkmalen ans Herz legen – Frau wird sich hier wiederfinden und verstehen lernen.

Aus diesen Merkmalen lässt sich zudem ableiten, warum Frauen und Mädchen es oft mit ihrer Hochbegabung schwer haben, sie häufig sogar Quell für psychologische Erkrankungen ist. Auf letzteren Aspekt geht insbesondere die Psychotherapeutin Andrea Brackmann ein, die aus ihrer Praxis über die Besonderheiten von Hochbegabten schreibt. Auch Götz Müller, der auf SciLogs zum Thema Hochbegabung veröffentlicht (hinter diesem Blog steht unter anderem die Karg-Stiftung, die sich mit dem Thema Hochbegabung beschäftigt) und selbst Psychologischer Psychotherapeut ist, befasst sich mit dem Thema Hochbegabung und Psychotherapie.

Zum Weiterlesen

Das Bild von Hochbegabten 

Katharina Fietze: Kluge Mädchen. Frauen entdecken ihre Hochbegabung.

Andrea Brackmann: Jenseits der Norm – hochbegabt und hoch sensibel?

Andrea Brackmann: Ganz normal hochbegabt. Leben als hochbegabter Erwachsener.

Links

Leuchtfeuer Berlin

Petra Nagel 

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