Schlagwort-Archive: Lese-Rechtschreib-Störung

Erfolge am Schuljahresende

Resumé der LRS-Förderung:

– eine Schüler wird weiter durch das Jugendamt bezahlt, die Förderung kann weiterlaufen,

– zwei Schüler werden diesmal endlich in die nächste Klassenstufe versetzt, nur einer wiederholt,

– eine Schülerin wird endlich, endlich durch die Schulpsychologin getestet,

– ein Schüler hat ganz deutliche Fortschritte gemacht und ist so motiviert, dass er nächstes Schuljahr freiwillig wiederkommt,

– ich habe das Tippspiel mit den Jungs gewonnen und eine Tüte Schokobons bekommen (die wir dann – ganz gute Pädagogin – gemeinsam geteilt und vernichtet haben).

 

Weiterer Artikel

Gestern im Lehrerzimmer 

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alltag, Lese-Rechtschreib-Störung

Wechseljahre

Irgendwann im Hilfeplangespräch zur LRS-Einzelfallhilfe: Mutter ist fest davon überzeugt, dass ihre 11jährige Tochter gerade in die „Wechseljahre“ kommt. Na ja, inhaltlich hat sie ja irgendwie auch recht …

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alltag, Frauen und Mädchen, Lachen hilft gegen Burnout, Lese-Rechtschreib-Störung

Bücher für Kinder mit LRS?

Wer im Internet nach Anhaltspunkten dafür sucht, ob ein Kind spezielle Probleme beim Lesen und Schreiben hat, wird auf diverse „Checklisten“ stoßen. Auf Sinn und Unsinn dieser Ankreuz-Listen will ich jetzt nicht näher eingehen. Nur so viel: Sie können eine erste Orientierung bieten, ersetzen aber keine profunde Diagnostik. Auf diesen Checklisten findet sich jedenfalls meist die Frage, ob das Kind ungerne lese. Das kann wohl der Großteil der Eltern bejahen und leider ändert sich daran auch mit der Zeit und zunehmender Lesekompetenz wenig. Da hat das Gehirn im Erstkontakt mit dem Thema Lesen schlechte Erfahrungen gemacht und Lesen von diesen negativen Emotionen zu entkoppeln, ist wohl eine große Aufgabe. Daran, eine Lesemotivation bei Schülern und Schülerinnen mit Lese-Rechtschreib-Störung aufzubauen, ist wohl schon so mancher gescheitert … Darum hier einige Ideen, wie Bücher-Lesen trotz LRS gelingen kann.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Lese-Rechtschreib-Störung, Vorgestellt

Praktische Erfahrung: Die liegende Acht

Sinn und Unsinn der „liegenden Acht“ habe ich bereits erläutert. Mit Staunen kann ich nun verkünden: Das Üben von Überkreuzbewegungen macht den Kindern Spaß. Und, noch besser: Es hilft wirklich, unglaublich, die Auswirkungen sind spürbar. Gut, meine SchülerInnen vermeiden Überkreuzbewegungen immer noch, besser Lesen können sie auch nicht … Aber ich schwör’s: Seit wir das immer üben, verdrehe ICH Zahlen deutlich seltener. Wenn das nicht mal ein durchschlagender Erfolg meines sensiblen und kompetenten pädagogischen Vorgehens ist.

 

Weitere Artikel

Die liegende Acht als Allheilmittel

Ursachen von Lese-Rechtschreib-Störungen 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Alltag, Lese-Rechtschreib-Störung

Die liegende Acht als Allheilmittel

Eine liegende Acht zu zeichnen … das baut Stress ab … das löst Blockaden … das hiflt gegen Legasthenie … und AD(H)S … das unterstützt die seelische Balance … das macht klüger … das führt zum Weltfrieden und macht uns alle zu guten Menschen. Das versprechen zumindest solche, die sich Kinesiologen nennen oder ähnliche wissenschaftlich nicht fundierte, meist esoterische Konzepte verfolgen. Für Kinder gibt es den Kassenschlager „Brain Gym“, eine Förderung, die bei allen möglichen Lernschwierigkeiten helfen soll und auf der so genannten „Edu-Kinestetik“ beruht. Selbstredend ist diese Methode, die einfach gegen alles helfen soll, wissenschaftlich nicht fundiert und in ihrer Wirksamkeit nicht belegbar – umgangssprachlich wird dies auch als „Humbug“ bezeichnet.

Nun bekenne ich mich schuldig: Ich lasse meine SchülerInnen liegende Achten malen. Und bestehe darauf, mich nicht als esoterischen Spinner abzutun. Denn das Zeichnen einer liegenden Acht hat tatsächlich positive Effekte. Nur ist dieses Phänomen deutlich komplexer, als uns Kinesiologen und Brain-Gym weißmachen wollen.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Grenzwertig, Lese-Rechtschreib-Störung

Nißt ßön dieses Proplem

Geschieht so häufiger bei der LRS-Förder-Diagnostik:

Ich: Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihr Sohn lispelt (nuschelt, Endungen nicht richtig ausspricht, viele Laute verwechselt ..).

Mutter: Was? Nee? Hab ich nicht gemerkt? Was meinen Sie denn?

Ich: XYZ, sagt mal „Wunsch“.

XYZ: Wunch.

Ich: Und „schön“.

XYZ: chön.

oder:

Ich: ABC, Sag mal „Giraffe“.

ABC: Tiraffe.

Ich: Und „Gürtel“.

ABC: Dürtel.

oder:

Ich: HIJ, sag mal „spielen“.

HIJ: Spin.

Ich: Und „machen“.

HIJ: Mahn.

Mutter: Ach das, ja, das macht er öfter. Das ist mir auch schon aufgefallen. Ist das denn wichtig?

JA, es ist wichtig. Wenn ein Kind in einem bestimmten Alter immer noch sehr undeutlich spricht, Laute verwechselt, lispelt etc., dann sollte der Kinderarzt zwecks einer Lopopädie angesprochen werden. Und JA, es gibt hier einen sehr wichtigen Zusammenhang mit der vermuteten LRS. Am besten sollten solche Auffälligkeiten im mündlichen Sprachgebrauch vor dem Lesen- und Schreibenlernen verbessert/ behoben werden, weil sie das Lernen behindern können. Spätestens wenn sich starke Probleme beim Erlernen des Lesens und Schreibens einstellen, sollte man sich um die Schwierigkeiten beim Sprechen kümmern, da diese vermutlich das sicherer Lernen ver- oder behindern und einer effektiven LRS-Förderung im Wege stehen (können). Denn: Wenn ein Kind „trei“ sagt und „trei“ schreibt, ist das kein Problem beim Schreiben, sondern eines der Aussprache.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Lese-Rechtschreib-Störung, Lesen und Schreiben lernen

Einsatz von Gesten im Sprachunterricht

Mich interessiert derzeit die Frage, wie Lernen mit kognitionspsychologischen, psycholinguistischen und neurologischen Prozessen in Verbindung gesetzt werden kann. Einfacher gesagt geht es um die Frage, wie wir Sprachunterricht verbessern können, indem wir verstehen, was im Gehirn vor sich geht.

So bin ich auf einen Artikel von Dr. Manuela Macedonia gestoßen, die Mitglied in einer Max-Planck-Forschungsgruppe ist und auf dem MPI-Forschungblog veröffentlicht. Sie hat die Hypothese untersucht,  dass Gesten im Fremdsprachenunterricht helfen können, Vokabeln besser zu lernen. Dabei betrachtete sie die Frage, wie die von Gesten begleiteten Vokabeln im Gehirn repräsentiert werden. Sie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Vokabeln durch Gesten besser behalten werden können und führt das auf folgende Komponenten zurück:

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Lese-Rechtschreib-Störung, Lesen und Schreiben lernen, Sprache, Vorgestellt