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Ankündigung: Backfisch-Bücher

Bei meiner Recherche zu der Frage, was Mädchen in der Zeit des Nationalsozialismus lasen, hat mich eines besonders überrascht. Immer wieder geben die nationalsozialistischen Autorinnen in der Zeitschrift Jugendschriftenwarte an, dass die Mädchen so genannte „Backfischbücher“ in großer Anzahl lasen. Warum das erstaunlich ist? Erstens: Diese Bücher waren bei den Nationalsozialisten sehr unbeliebt, standen sie doch symbolisch für ein gutbürgerliches Welt- und Frauenbild aus dem späten Kaiserreich und der Weimarer Republik. Doch trotz aller Verbote und Forderungen der Nazis gingen diese Bücher von Hand zu Hand. Zweitens: Ich kenne persönlich einige Frauen, denen ihre Eltern ebendiese „Backfischbücher“ zu lesen gegeben haben, ich habe Freundinnen, bei denen ich diese Romane im Regal finde. Was sind das für Bücher, die jeden politischen und gesellschaftlichen Wandel überstehen? Und: Spricht das für ihre Qualität? Oder für die Rückschrittlichkeit der Leserinnen?

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Mädchen im Nationalsozialismus: Nicht nur Hausfrau und Mutter

Jungmädel in Worms machen Werbung

Auf der Suche nach Informationen zur Mädchenerziehung während des Nationalsozialismus stößt man zwangsläufig auf den viel zitierten Satz Hitlers „Das Ziel der weiblichen Erziehung hat unverrückbar die kommende Mutter zu sein.“. Sei es nun in Schriften aus der Zeit von 1933 bis 1945 oder in der Forschungsliteratur zu diesem Thema. So ist es allgemein bekannt, so wird es beispielsweise auch bei wikipedia angegeben (Bund Deutscher Mädel, differenzierter bei Frauen im Nationalsozialismus). Doch trifft dieser Allgemeinplatz zu? Für Theorie und Praxis gilt: Nein. So nicht.

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